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Bennisokay ist ein in Frankfurt ansässiger Rocket League Spieler. Er hat knapp 4700 Spielstunden und nimmt seit einigen Jahren mit Freunden am RLRS Qualifier teil. Heute sprechen wir mit ihm über Rocket League und wie es ist dieses Kompetitiv zu spielen.

 

Interviewer: Hallo Bennisokay. Danke, dass du dir die Zeit genommen hast, ein paar Fragen zu beantworten. Wie lange spielst du schon Rocket League und warum hast du dich dazu entschieden es kompetitiv in der RLCS zu spielen?

Bennisokay: Seit es rausgekommen ist im Juli 2015. Am Anfang relativ viel gespielt und dann Leute kennengelernt, die relativ gut waren und den Vorgänger schon gespielt haben. Diese haben regelmäßig Turniere gespielt und da bin ich dann immer mal wieder eingesprungen, wenn diese noch einen Spieler gebraucht haben. Ich dachte mir dann: Ich bin ganz gut darin, vielleicht kann ich damit Geld verdienen, mal schauen was rauskommt.

 

Interviewer: Den höchsten Rang im Spiel zu erreichen erfordert bestimmte Anforderungen und spielerisches Können: Wie viel Zeitaufwand hat es gebraucht, um diese Ziele zu erreichen? Wie hast du diese Ziele erreicht?

Bennisokay: Je nachdem wie ehrgeizig man es angeht, gehe ich davon aus das man so 1200-1500 Stunden Ingame braucht um Grand Champ zu erreichen. Wenn man schnell besser werden will, ist jede Menge Training erforderlich. Ich versuche, wenn ich Motivationszeiten habe, eine halbe Stunde bis Stunde Freies Training oder Trainingspacks täglich zu machen. Dann versuchen, das trainierte im Spiel einzusetzen, mit besseren Leuten spielen und versuchen in Spiele mit guten Spielern zu kommen, um sich zu verbessern. Wenn man mit schlechteren Leuten spielt wird man auch nicht besser.

 

Interviewer: Du hast in der letzten Saison im RLRS Qualifier mitgespielt. Wie ist es gegen Spieler auf gleichem/ höherem Niveau zu spielen?

Bennisokay: Kommt darauf an, wie hoch das Niveau ist. Wenn man gegen RLCS-Spieler spielt ist es extrem stressig und man darf keinen Fehler machen. Wenn man gegen RLRS Spieler spielt, macht es unglaublich viel Spaß gegen Leute auf so einem Niveau zu spielen. Du kannst relativ gut vorhersagen, wo der Ball hinkommt und du hast ein extrem schnelles Spiel. Es macht unglaublich viel Spaß. Wenn die Gegner zu gut werden, dann macht es auch keinen Spaß mehr, weil man dann nur noch im Stress ist, weil die so schnell sind.

 

Interviewer: Ist die Denkweise, wenn man bei einem so großen Qualifier mitmacht, wesentlich anders als die Denkweise, wenn man Ranked spielt? Also versucht man sich mehr zu konzentrieren?

Bennisokay: Ja, definitiv. Wenn man Ranked spielt, unterhält man sich über alles außer das Spiel und im Qualifier streng man sich dann doch ganz schön an. Kommt aber darauf an, wie man drauf ist: Wenn man schnell besser werden will, sollte man auch im Ranked tryharden.

 

Interviewer: Man tritt ja mit 2 weiteren Mitgliedern an: Sind diese zufällig zugewiesen worden oder habt ihr davor schon zusammen gespielt?

Bennisokay: Wir haben davor schon zusammen gespielt und kannten uns schon seit 2-3 Jahren über das Spiel.

 

Interviewer: Wie bereitet man sich auf so ein Qualifier vor? Spielt man einfach nur oder scrimt man?

Bennisokay: Im Idealfall scrimt man viel. Am besten kennt man Teams auf dem gleichen Niveau, im Bestfall höheres Niveau. Replays anschauen und gemeinsam analysieren, was hat man falsch gemacht und schauen, woran der einzelne arbeiten kann. Ansonsten zusammen Ranked spielen oder scrimen.

 

Interviewer: Fokussiert man sich im Spiel selbst dann hauptsächlich auf sich selbst oder schaut man auch auf die anderen?

Bennisokay: Meistens ist man schon mit sich selbst beschäftigt. Man schaut nciht, was andere für Fehler machen und auf deren Positionierung. Natürlich sieht man auf andere, weil man als Team spielen muss, wenn du nicht passt und auf Rotation aufpasst, gewinnst du nicht. Aber von reinem was man macht, was man vorhat ist man mehr mit sich selbst beschäftigt, da man keine Fehler machen darf.

 

Interviewer: Die Kommunikation mit den anderen beiden ist dementsprechend sehr wichtig.

Bennisokay: Ja, Calls sind sehr wichtig. Gar nicht mal dieses Blinde "Hab ich" sagen, eher wo man hinwill, was man vorhat ist sehr hilfreich. Das wichtigste ist, wann man turnt oder Standardrotationen bricht.

 

Interviewer: Wie habt ihr die Qualifikation abgeschlossen?

Bennisokay: Waren im Endeffekt Top 48. Wir sind drei oder vier Runden im Loserbracket weitergekommen.

 

Interviewer: Das ist ja dann doch ein ganz annehmbares Ergebnis, obwohl man das aus eigenem Ehrgeiz hätte besser machen können.

Bennisokay: Eigentlich war das Ziel Top 32, weil wir das jetzt jede Season waren.

 

Interviewer: Ich hätte jetzt noch zwei Fragen zu Esport-Vereinen: Wie stehst du im Allgemeinen dazu?

Bennisokay: Esport-Vereine finde ich eine recht coole Entwicklung, vor allem in Deutschland, weil das Vereinssystem doch schon sehr stark ist. Ich finde es cool, dass das auch in den Esport reinkommt und glaube, dass das eine schönere Sache ist, als die ganzen Organisationen, die von irgendwelchen Firmen gesteuert sind und dadurch einen viel höheren finanziellen Druck haben Geld zu machen, als ein Verein. Da ein Verein sich über Mitglieder finanzieren kann etc. und nicht wie eine Firma funktioniert.

 

Interviewer: Würdest du in Betracht ziehen, einem Esport-Verein beizutreten?

Bennisokay: Ja. Wenn es in der Nähe wäre oder ich da Leute kennen würde, die das Spiel anbieten, das ich spielen würde auf einem ähnlichen Niveau. Dann würde mich das sehr interessieren.

 

Interviewer: Dann nochmal vielen Dank für die Zeit und die aufschlussreichen Antworten.

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